Ein Drache, der Bauchschmerzen vom Feuerspucken hat, oder eine Prinzessin, die lieber Fußball spielt, als Kronen zu tragen: Wenn Kinder eigene Geschichten erfinden, kennt ihre Fantasie keine Grenzen. Das gemeinsame Erzählen ist eine der schönsten Möglichkeiten, Kreativität und Sprache spielerisch zu fördern.
Warum Geschichtenerfinden so wertvoll ist
Beim Erfinden einer Geschichte lernen Kinder, Gedanken zu strukturieren, Ursache und Wirkung zu verknüpfen und ihren Wortschatz zu erweitern. Gleichzeitig stärkt es das Selbstvertrauen, wenn die eigene Idee ernst genommen und weitererzählt wird.
Mit einem einfachen Satzanfang starten
„Es war einmal ein kleiner Roboter, der …“ – ein simpler Satzanfang reicht oft schon aus, damit Kinder loslegen. Wichtig ist, keine Vorgaben zu machen und jede noch so ungewöhnliche Idee willkommen zu heißen.
Die Reihum-Methode ausprobieren
Eine beliebte Technik: Jede Person im Raum erzählt abwechselnd einen Satz weiter. So entstehen völlig unvorhersehbare Wendungen, über die am Ende alle gemeinsam lachen – und niemand trägt allein die Verantwortung für die ganze Geschichte.
Gegenstände und Bilder als Inspiration
Ein zufälliger Gegenstand aus dem Zimmer, ein Tier aus dem Garten oder eine selbst gemalte Figur können als Ausgangspunkt dienen. Genau hier setzt BlinkBook an: Kinder zeichnen ihren eigenen Helden, erfinden dazu eine Geschichte, und die App lässt die Figur animiert zum Leben erwachen. So wird aus einer Idee im Kopf ein greifbares, bewegtes Erlebnis.
Fragen stellen statt Antworten vorgeben
„Und was passiert dann?“ oder „Wie fühlt sich die Figur jetzt?“ helfen Kindern, ihre Geschichte weiterzuentwickeln, ohne dass Erwachsene den Inhalt vorgeben. So bleibt die Geschichte wirklich die des Kindes.
Geschichten aufschreiben oder aufnehmen
Ob mit ein paar gemalten Bildern, handschriftlichen Notizen oder einer Sprachaufnahme: Das Festhalten der Geschichte macht sie zu einem kleinen Schatz, den Kinder stolz weiterzeigen können.
Feste Erzählmomente im Alltag einplanen
Ob auf dem Weg zur Kita, beim Abendessen oder vor dem Schlafengehen – kurze, regelmäßige Momente für gemeinsames Geschichtenerfinden reichen oft schon aus, um die Fantasie kontinuierlich zu trainieren.
Geschichten mit Kindern zu erfinden kostet nichts außer ein wenig Zeit und Offenheit für Unerwartetes. Der Lohn ist groß: mehr Sprachgefühl, mehr Selbstvertrauen und jede Menge gemeinsamer Lachmomente.

